Dienstag, 18. August 2009

Der Plural englischer Wörter, die mit „y“ enden

Im Englischen wird die Mehrzahl von Wörtern wie baby, hobby, party etc., also Wörtern die mit „y“ enden, mit „ie“ gebildet. Das heißt aus einem baby werden viele englische babies, aus einer party viele parties.
Wir haben inzwischen viele englische Begriffe in unseren Sprachgebrauch übernommen. Nach der alten Rechtschreibung galten für uns in der deutschen Sprache dieselben Pluralregelungen wie im Englischen. Allerdings war gerade dies für die meisten eine häufige Fehlerquelle, da es dazu verleitete, für die Mehrzahl einfach ein „s“ anzuhängen statt aus dem „y“ ein „ie“+ „s“ zu machen.
Nach der neuen Rechtschreibung kann nun aber einfach jenes „s“ angehängt werden. Damit sollte die Pluralbildung dieser englischsprachigen Wörter keine Probleme mehr machen.

Übrigens: Eigennamen werden im Englischen bei der Pluralbildung anders behandelt. So werden aus einer Emily im Plural nicht zwei „Emilies“, sondern zwei Emilys! Eigennamen bekommen wie im Deutschen einfach ein „s“ dazu.

Dienstag, 23. Juni 2009

Fremdwörter mit „th“

Eingedeutschte Fremdwörter mit „th“, wie beispielsweise Rhetorik, Apotheke, Athlet, Sympathie, Mathematik und Diskothek werden auch nach der neuen Rechtschreibung mit „th“ geschrieben, obwohl man das „h“ nach dem „t“ in der deutschen Sprache nicht hören kann.

Die Schreibweise dieser Wörter muss man also einfach im Kopf haben, denn eine Regel oder eine Erklärung gibt es hierfür leider nicht. Der einzige Tipp, den wir Euch geben können, ist anstatt Diskothek doch einfach Disko zu schreiben. Allerdings stellt sich hier eine neue Frage, nämlich ob Disco mit „c“ oder Disko mit „k“ geschrieben wird.

Aber keine Panik und Verzweiflung: beides ist richtig!

Allerdings gibt es einzelne Ausnahmen. So können „Thunfisch“ und „Panther“ inzwischen auf ein „h“ verzichten und dürfen auch „Tunfisch“ und „Panter“ geschrieben werden.

Dienstag, 19. Mai 2009

„s“ oder „ß“?

Nach langem Vokal und „au“, „ei“, „ai“, „eu“, „äu“ und „ui“,
ist das „Doppel-s“ meist „pfui“,
denn hier ist das „ß“ geblieben.

Das „Doppel-s“, so merke dir, wird im folgenden Fall geschrieben:
Nach kurzem Vokal wie bei „Kuss“,
ist das „Doppel-s“ ein Muss!

Sonntag, 26. April 2009

Eselsbrücke: Getrenntschreibung

Verb und Verb können sich nicht leiden,
deshalb muss ein wenig Platz zwischen die beiden.
Auch Substantiv und Verb sind stolz und fordern eine Lücke,
hierin besteht für uns dann auch schon die große Tücke.
Auch Adjektive machen es uns schwer,
kannst du sie nämlich steigern durch „ganz“, „noch“ und „sehr“,
so grenzen sie sich ab vom Verb-
das ist schon der nächste Verderb.
Zu guter Letzt will auch das Partizip ans Verb nicht ran,
ob man sich all das merken kann?

Dienstag, 14. April 2009

Steigerung von Adjektiven

Durch die heutige Gestaltung der Medien wie Fernsehen und Radio sind wir die „Werbesprache“ gewohnt. Werbung arbeitet häufig mit Superlativen und Komparativen…schließlich handelt es sich beim beworbenen Produkt ja auch um das Beste der Besten… Allerdings haben solche Steigerungen nichts in einer wissenschaftlichen Arbeit verloren. Außerdem gibt es zum Beispiel Adjektive, die in den Medien gesteigert werden, die allerdings gar nicht mehr steigerungsfähig sind. Ein Beispiel hierfür ist „das optimalste“. Grammatikalisch sieht dieses Wort ja noch ganz richtig aus, aber leider ergibt es überhaupt keinen Sinn, denn „optimal“ ist schon die höchste Stufe und kann somit nicht mehr gesteigert werden. Wir sagen ja auch nicht, dass jemand tot ist, ein anderer aber noch toter und ein dritter am totesten überhaupt…das wäre ja dann der extremste Fall überhaupt…
Bei toter und toteste werden die meisten jetzt sicher lachen, aber dass extremste genauso sinnlos ist, ist vielen nicht klar, weil man sich an diese Formen der Steigerungen inzwischen gewöhnt hat.
Aber: in wissenschaftlichen Arbeiten sollte man auf Komparative und Superlative am besten verzichten und vor allem auch darauf achten, ob das betreffende Adjektiv überhaupt zu steigern ist.

Montag, 6. April 2009

Punktsetzung

Es gibt viele gängige Abkürzungen, die uns das Schreiben erleichtern und die wir häufig an das Ende eines Satzes stellen.
Darunter fallen Abkürzungen wie usw., etc., u.a.
Einige fragen sich nun berechtigter Weise, ob hinter dem u.a. im vorhergehenden Satz nicht noch ein Satzschlusszeichen fehlt?
Aber NEIN, es fehlt kein Satzschlusszeichen, weil der Abkürzungspunkt in diesem Fall beide Aufgaben übernimmt. Warum das so ist? Wahrscheinlich ist das so, weil es einfach besser aussieht – und einfacher ist es für uns ja auch. Schön, dass manche Dinge doch unkomplizierter sind als gedacht, oder?

Aber Achtung! Steht die Abkürzung am Satzende innerhalb einer Klammer, muss ein Satzschlusszeichen außerhalb der Klammer gesetzt werden. Logisch, oder? Denn in der Klammer befindet sich meist nur eine zusätzliche Erläuterung und deswegen muss der eigentliche Satz noch durch ein Satzschlusszeichen abgeschlossen werden.

Übrigens, was für Satzschlusszeichen gibt es neben dem Punkt denn überhaupt?
Richtig! Ausrufezeichen und Fragezeichen. Sollen diese nach einer Abkürzung am Ende gesetzt werden, muss es natürlich folgendermaßen aussehen:
„Wie beurteilen Sie die Cafeteria in Bezug auf den Kaffee, das Essen, etc.?“

Donnerstag, 26. März 2009

Homonymieprinzip – oder wie erkenne ich den Wortstamm richtig?

Komisch, oder? Die eeren und die Bären klingen doch vollkommen gleich, genauso wie „mehr“ und „Meer“ und „Felle“ und „Fälle“? Woher weiß ich dann, wie es richtig geschrieben wird?
Bei dem Beispiel mit „mehr“ und „Meer“ fällt die Antwort vielleicht etwas ungewöhnlich aus, denn: hierfür gibt es keine explizite Regel. Hierbei handelt es sich um Wörter, deren Schreibweise man mit der Zeit einfach lernen muss…
Aber als kleiner Trost: für Wörter wie „Fell“ und „Fälle“ gibt es eine kleine Hilfe.
Ist man sich unsicher ob „e“ oder „ä“ oder „eu“ oder „äu“ wie bei „Leute“ und „Läute“ oder „Bären“ und „Beeren“, kann man die Schreibweise am Wortstamm erkennen.
Es heißt also in der Einzahl zum Beispiel „auf jeden Fall“, das heißt der Wortstamm wird mit „a“ gebildet und somit werden die Fälle auch mit „ä“ geschrieben. Wenn es aber kein verwandtes Wort mit „a“ oder „au“ gibt, wie bei den Schafsfellen, dann werden diese in der Regel mit „e“ bzw. „eu“ geschrieben.
Natürlich gibt es auch hier wieder ein paar „Ausnahmen“. Es gibt nämlich Wörter, die keine verwandten Wörter mit „a“ oder „au“ haben und dennoch mit „ä“ oder „äu“ geschrieben werden:
Seitwärts, abwärts, aufwärts (…), sich räuspern, die Säule, März, sich sträuben, G