Vielleicht kennen das einige von Ihnen auch, dass man beim Schreiben manchmal einen Hang zur, ich nenn’ es mal, „Reportersprache“ hat.
Beispielsweise findet man in manchen Einleitungen Formulierungen wie „Es stellt sich demnach die schwerwiegende Frage nach den Ursachen…“.
Manchmal neigt man dazu, dem Thema eine spektakuläre Brisanz verleihen zu wollen und so greift man dann zu diesen „überschwänglichen“ Adjektiven. Die Gefahr besteht aber, dass die Arbeit durch eine Häufung dieser Adjektive unwissenschaftlich und sogar lächerlich wirken kann. Teilweise handelt es sich auch um Phrasen aus dem umgangssprachlichen Gebrauch, die man in gewohnter Weise benutzt und die dann im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit unpassend sind. Deshalb ist es ratsam, Übertreibungen und Umschreibungen zu vermeiden und eher rational, faktennah zu schreiben, denn alles andere kann den Eindruck erwecken als wüsste man nur ungefähr wovon man eigentlich schreibt.
Ein Beispiel: „ Die Auswirkung dieser Bewegung schlug sich nicht unerheblich auf die Politiker nieder.“
Einen solchen Satz liest und schreibt man oft, besser ist es aber direkt zu benennen in wiefern die Auswirkungen auf die Politik niederschlagen.
Will man also durch seine Arbeit eine Brisanz bzw. Dramatik hinsichtlich seines Themas bzw. Problems herstellen, so sollte man dies am besten durch „Fakten“ tun.
Freitag, 27. Februar 2009
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